Bewerbung

Hier findet du die Bewerbungsfragen für 2019!

Wir freuen uns sehr, dass Du uns im Beratungsteam unterstützen möchtest! Für Deine Bewerbung benötigen wir noch einige Angaben von Dir. Bitte ergänze dazu das unten stehende Formular. Diese Informationen werden ausschließlich zur Auswertung der Bewerbung und zur Kontaktaufnahme während des Bewerbungsprozesses verwendet. Sollten noch Fragen offen sein, verweisen wir Dich auf unsere FAQ oder an ausbildung@rlcm.de.


Bewerbungsschluss ist der 31. Januar.

Bitte lade Motivationsschreiben und Falllösung in einem Word- oder odt-Dokument hoch, wobei das Motivationsschreiben maximal eine Seite und die Lösung des Falles maximal zwei Seiten lang sein sollte. Halte dabei folgende Vorgaben ein: Schriftart: Times New Roman, Schriftgröße: 12 pt, Zeilenabstand: 1,5, Seitenränder: 2 cm.

Motivationsschreiben

Bitte erzähle etwas über Dich und warum Du Dich bei uns bewirbst. Folgende Fragen können Dir bei der Erstellung des Motivationsschreibens eine Leitlinie sein:

  1. Warum möchtest Du Dich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren?
  2. Warum möchtest Du Dich beim Refugee Law Clinic Munich e.V. engagieren?
  3. Was erwartest Du Dir von der Beratungstätigkeit?
  4. Ab wann und für wie lange könntest Du Dir ein Engagement bei uns in der Rechtsberatung vorstellen?
  5. Wie hast Du vom Refugee Law Clinic Munich e.V. erfahren?

Fallbearbeitung

A ist russischer Staatsbürger tschetschenischer Volkszugehörigkeit. Er reiste illegal per Landweg in die Bundesrepublik ein und stellte hier nach 3 Wochen im Bundesgebiet einen Asylantrag. A schildert folgende Fluchtgeschichte:

Er habe zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder in einem kleinen Dorf in Tschetschenien gelebt. Eines Tages sei sein Bruder im Rahmen einer so genannten Säuberungsaktion von der russischen Armee verhaftet worden. Darauf habe er zusammen mit dem Freund beschlossen, den Bruder zu befreien. Zu diesem Zweck habe man auf einem Markt, auf dem auch russische Armeeangehörige einkaufen, einen Offizier kidnappen und dann gegen den Bruder austauschen wollen. Der Offizier, den sie kidnappen wollten, sei aber von zwei Soldaten begleitet gewesen. Deshalb hätten sie die Soldaten mit Pistolen, die sie unter ihrer Zivilkleidung heimlich mitgeführt hätten, erschossen. Dann hätten sie den Offizier ergreifen und verschleppen können. Sie hätten ihn dann zu einer Gruppe von Widerstandskämpfern gebracht. Diese Gruppe habe ihn in Gewahrsam genommen, Kontakt mit der russischen Armee aufgenommen und den Gefangenenaustausch mit seinem Bruder ausgehandelt. Nach dessen Freilassung ist er sofort nach Deutschland geflohen, weil in Russland landesweit nach ihnen gesucht werde. Sein Bruder und sein Freund wurden jedoch entdeckt und festgenommen, über die Strafe ist nichts bekannt. Der genaue Weg seiner Einreise ist unbekannt, es steht lediglich fest, dass er über den Landweg gekommen ist. Die vom Bundesamt gestellte EURODAC Anfrage blieb ergebnislos.

Aus Lageberichten über Russland und Tschetschenien steht hinreichend sicher fest, dass die russischen Behörden diese Aktion im Lichte des separatistischen Kampfes der Tschetschenen betrachten und ihr daher politischen Charakter zumessen. Tschetschenische Widerstandskämpfer müssen in russischer Haft mit Folter rechnen.

Hinweis: Alle nötigen Informationen über die Lage in Russland sind dem Sachverhalt zu entnehmen. Recherche über Fachliteratur etc. ist ausdrücklich erwünscht. Die Falllösung muss nicht im Gutachtenstil geschehen, jedoch müssen Begründungen zu den rechtlichen Ausführungen vorhanden sein. Die Anzahl von 2 Seiten sollte nicht überschritten werden.

Fallfragen:

  1. Ist Deutschland nach der Dublin III-VO für das Asylverfahren zuständig?
  2. Steht dem A in Deutschland ein Schutztitel zu?