FAQ

Ich möchte bei euch als Rechtsberater/-in einsteigen. Was sind meine nächsten Schritte?
Du wirst Mitglied unseres Vereins und bewirbst Dich hier um einen Platz im Ausbildungsprogramm.
Wer kann Rechtsberater/-in werden?
Die Ausbildung kann von allen Studierenden aller Fachrichtungen gemacht werden. Es sind keinerlei juristischer Grundkenntnisse vonnöten, jedoch natürlich von Vorteil. Es werden aber alle notwendigen Kenntnisse in der Ausbildung vermittelt.

Für Interessierte, die das erste juristische Staatsexamen bereits hinter sich haben, gilt eine modifizierte Ausbildung. In diesem Fall müsst Ihr nicht am Praxismodul teilnehmen, lediglich die Asylrechtsklausur am Ende des Sommersemesters müsst Ihr bestehen. Die modifizierte Ausbildung umfasst also:

  1. Ausbildungswochenende (29.05.-31.05.)
  2. Beratungssimulation bei Hogan Lovells
  3. Protokollieren einer Beratungssprechstunde
  4. Bestehen der Asylrechtsklausur des Praxismoduls Flüchtlingsrecht
Wie lange dauert das Ausbildungsprogramm?
Das Ausbildungsprogramm erstreckt sich über ein Semester. Es startet jeweils im Sommersemester.
Wie ist das Ausbildungsprogramm konzipiert?
Das Ausbildungsprogramm ist in drei verpflichtende Bereiche gegliedert:

  • Erfolgreiche Teilnahme am Praxismodul Flüchtlingsrecht der LMU
  • Teilnahme am Ausbildungswochenende der RLCM und am Workshop “Beratungssimulation” unserer Förderer bei Hogan Lovells
  • Protokoll einer Beratung
Was steckt hinter dem Praxismodul Flüchtlingsrecht der LMU und wie hängt dieses mit der Ausbildung als Rechtsberater/-in in der RLCM zusammen?
Das Praxismodul Flüchtlingsrecht der LMU besteht aus einer wöchentlichen Vorlesung zum Asylrecht mit Abschlussklausur, begleitenden Arbeitsgemeinschaften, Workshops und Exkursionen.
Um Rechtsberater/-in der RLCM werden zu können, ist das erfolgreiche Absolvieren des Praxismoduls eine der Voraussetzungen.

Was ist, wenn ich die Vorlesung nicht (immer) besuchen kann?
Natürlich ist der Besuch der Vorlesung sinnvoll und wünschenswert. Wenn Du aber einmal nicht kannst, ist das kein Beinbruch. Es werden vorlesungsbegleitende Unterlagen zur Verfügung gestellt mit deren Hilfe das Verpasste nachgeholt werden kann. Wichtig ist, dass Du die Abschlussklausur bestehst.
Ist das Ausbildungsprogramm neben dem Studium gut zu bewältigen?
Natürlich wollen wir nicht, dass Dein Studium unter Deinem ehrenamtlichen Engagement leidet. Zwar muss das Ausbildungsprogramm einen gewissen Umfang haben, damit eine qualitativ hochwertige Beratung sichergestellt werden kann. Jedoch lässt sich dies gut mit dem Studium vereinbaren.
Bekomme ich bei erfolgreichem Absolvieren des Ausbildungsprogramms eine Bescheinigung hierüber?
Du bekommst nach Abschluss des Ausbildungsprogramms und nach drei Beratungen ein Beratungszertifikat.
Kann ich mir das Ausbildungsprogramm irgendwie für mein Studium anrechnen lassen?
Eine Anrechnung ist leider bisher nicht möglich.
Kann ich das Ausbildungsprogramm durchlaufen, obwohl ich nicht an der LMU immatrikuliert bin?
Voraussetzung für das Praxismodul und mithin auch für das Ausbildungsprogramm ist die Immatrikulation an der LMU als Studierende/-r oder Gasthörer/-in.
Wann darf ich in die Beratung einsteigen?
Schon während Deiner Ausbildung wirst Du mit der Beratung in Berührung kommen. Teil derselben ist nämlich das Protokollieren einer Beratungssprechstunde. Selbst beraten darfst Du, sobald Du das Ausbildungsprogramm erfolgreich absolviert hast.
Wie sieht eine typische Beratungssprechstunde aus?
Das Beratungsteam besteht aus zwei Beratern/-innen sowie ein bis zwei Protokollanten/-innen. Vor der eigentlichen Beratungssprechstunde nimmt der/die Protokollant/-in die Anmeldungen vor Ort auf. Nur für die ersten sechs wird eine Beratung garantiert.
Nacheinander werden die Hilfesuchenden hereingebeten und es erfolgt eine Sachverhaltsanalyse. Kleinere Anfragen kann man sofort bearbeiten. Oftmals wird aber eine Folgeberatung nötig sein, da man z.B. recherchieren oder mit Behörden in Kontakt treten muss. Nach den Beratungen werden die übernommenen Fälle auf die zwei Berater/-innen verteilt. Diese legen Akten an und kümmern sich – wenn nötig – um die Folgeberatungen.
Bin ich bei meiner ersten Beratung auf mich gestellt?
Nein, Du bist weder in der Beratung selbst noch bei der Nachbearbeitung auf Dich alleine gestellt.
In der Sprechstunde wird immer im Zweierteam beraten.
Bei der Nachbearbeitung der Fälle besteht jederzeit die Möglichkeit sich an eine/-n unserer erfahrenen Anwälte/-innen aus dem Beirat zu wenden. Zusätzlich finden einmal im Monat Supervisionstreffen statt, bei denen Du Deine Fragen zum Asyl- und Ausländerrecht stellen kannst.
Auch gibt es ihm Rahmen des sog. Buddy-Programms die Möglichkeit, in der Anfangszeit ein/-e erfahrene/-r Berater/-in als Buddy zur Seite gestellt zu bekommen.
Wie genau unterstützt mich der Buddy?
Mit dem Abschluss des Ausbildungsprogramms können wir Dir einen in der Asylrechtsberatung erfahrenen Buddy zur Seite stellen. Diesen wirst Du schon vor Deiner ersten Beratung kennenlernen und er wird Dich in Deiner ersten Beratung unterstützen. Der Buddy kann Dir zudem bei kleineren juristischen Fragestellungen weiterhelfen.
Ich möchte nicht (nur) rechtsberatend tätig sein, sondern (auch) in anderen Bereichen. Geht das?
Natürlich! Gerne kannst Du anstelle der Rechtsberatung oder aber parallel dazu in anderen Bereichen tätig werden.
Ich habe eine Frage, die hier nicht beantwortet wurde. An wen kann ich mich wenden?
Schreib uns einfach eine E-Mail an ausbildung[at]rlcm.de.